Burnout? Nein, danke!
9. März 2019
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Ausleitungsverfahren vor der Zeit von Antibiotika als das Mittel der Wahl

Früher haben unsere Ärzte in Deutschland die Humoralmedizin oder Vier-Säfte-Lehre praktiziert. Im Gegensatz zur Zellpathologie die von einer krankhaften Veränderung in der Zelle als Ursache der Erkrankung ausgeht wurden die vier Säfte also das Milieu der Zellen als Ausgangspunkt einer Erkrankung gesehen. 

Die Therapie bestand daher zum großen Teil in einer guten Ausleitung. Auf dieser Grundlage der Therapie entwickelten sich auch Pflanzenportraits, die auf diese verschiedenen Säfte in uns wirken sollten. Die heutige Medizin hält dieses Wissen jedoch für obsolet also überholt.

Ist das Wissen der Ärzte von damals wirklich nichts mehr wert nur weil neue Methoden dazugekommen sind? Es gibt einen wichtigen Unterschied in der Therapie damals vs heute. Früher hat die Therapie darauf abgezielt den Körper bei seiner Heilung zu unterstützen. Die heutige Therapie zielt darauf ab den Körper funktionsfähig zu machen also beschwerdefrei, dies aber oft auf Kosten der Gesundheit.


Die vier Säftelehre der Humoralpathologie

Um die Vorgänge im Körper zu verstehen haben Mediziner früherer Zeiten Theorien aufgestellt und sie dann mit der Realität abgeglichen. Hier spricht man von Erfahrungsheilkunde. Man ging von vier unterschiedlich wirkenden Säften in uns aus. 


Blut (Sanguis)

Versorger, Abtransport, braucht Wasser als Trägersubstanz

Primär Qualität: warm und feucht. Geschmack: süß
Zuordnung: Luft / Herz / Sanguiniker / Gefühle / Rot


Gelbe Galle (Cholera)

Aktivator im Stoffwechsel, Verdauung, trockene Qualität

Primär Qualität: warm und trocken. Geschmack: bitter
Zuordnung: Feuer / Leber / Choleriker / Ich-Bewusstheit / Sommer / Erwachsener / Gelb


Schwarze Galle (Melancholera)

Reststoffe aus dem Stoffwechsel aktivieren den Abtransport, trockene Qualität

Primär Qualität: kalt und trocken. Geschmack: scharf, sauer
Zuordnung: Erde / Milz / Melancholiker / Strukturkraft / Herbst / Alter Mann / schwarz


Schleim (Phlegma)

Nährstoff, Schutzstoff der Schleimhäute, feuchte Qualität

Primär Qualität: kalt und feucht. Geschmack: salzig
Zuordnung: Wasser / Gehirn / Phlegmatiker / Nährkraft / Frühling / Jugend / Weiß



Die Harmonie und richtige Mischung galt als eine individuell unterschiedliche Zusammensetzung der verschiedenen Säfte. Wenn sie im richtigen Verhältnis zueinander standen, so war der Körper in der Lage perfekt für uns arbeiten. Hier sprachen die Humoralmediziner von Eukrasie, dem Gleichgewicht und Dyskrasie als dem falschen Mischungsverhältnis der Säfte.

Vorranginge Therapien der Ärzte damals waren Ausleitungsverfahren in allen Varianten. Die bekannteste Therapie dieser Zeit ist sicherlich der Aderlass. Zudem haben sich bestimmte Therapien wie die Blutegel- oder Schröpfkopfbehandlung bis heute in der Naturheilkunde gehalten.

Es wurde damals auf der Basis der Reaktivität des Körpers behandelt also mit anderen Worten der Körper wurde dazu angeregt sich selbst zu helfen durch kleine bzw. etwas größere Reize. Viele der Therapieformen zielten auf eine bessere Ableitung von Restmaterial des Stoffwechsels ab. Hier wurden v. a. der Darm und die Haut bzw. Schleimhäute genutzt.

Diese Therapieansätze sind in meinen Augen Evergreens und genauso aktuell heute wie damals. Dieser Ansatz ist förderlich für die Gesundheit, da er den Körper in seiner Arbeit unterstützt. Letztendlich ist es nämlich immer der Körper, der sich selbst heilt, das sollten wir niemals vergessen. Der Körper regeneriert und wir können ihn dabei tatkräftig unterstützen indem wir ihm seine Abwehr- und Ausleitungsarbeit ermöglichen.



Quellen bzw. weiterführende Literaturangaben:

Aschner-Fibel, Abele/Stiefvater
Humoralmedizin, Ingo Wilhelm Müller
Ableiten, ausleiten, entgiften von Michael Schünemann

http://www.hpgrumpe.de/etschenreutter/krankheiten.htm
(Zuordnung der Säfte zu Qualität)
Ausleitungsverfahren vor der Zeit von Antibiotika als das Mittel der Wahl

Über den Autor:

Bea Langhammer

Ich bin von Beruf Heilpraktikerin und beschäftige mich seit über 25 Jahren mit Naturheilkunde, davon 10 Jahre in eigener Praxis mit dem Spezialgebiet der Dunkelfeldmikroskopie nach Prof. Enderlein (Biologe der Mikroorganismen im Blut entdeckte) und Dr. med. A. Weber (Arzt aus München der Blutparasiten erforschte). Ich untersuchte auch tageweise in Praxen von Kollegen und Ärzten der Naturheilkunde deren chronisch kranke und Krebs-Patienten. Diese Kollegen nutzten meinen Befund für die weitere Therapie des Patienten. Diese sehr spezialisierte Diagnosemethode der Dunkelfeldmikroskopie gab ich zudem in Form von Praxisschulungen und Fachfortbildungen an Kollegen weiter.

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